
Ob es wichtig ist das ein Leser weiß, wer hier schreibt? Ist es für ihn wichtig, meinen Namen, mein Alter oder gar noch mein Wohnort zu "lesen"? Nein...wohl kaum.
Für mich aber ist es wichtig sagen zu können: Hier bin ich. Und ich möchte mich nicht verstecken, ich möchte dasein, hiersein.
12 Jahre meines Lebens wuchs ich in einer Familie auf, in der Alkohol, Gewalt und sexueller Missbrauch ein großes Thema war. Nicht weil so häufig drüber gesprochen wurde, nicht weil ich schon vor der sucht "suchtgewarnt wurde" und auch nicht weil die Medien so Themenbezogen waren. Nein, bei uns waren diese Themen DAS Geheimnis, das Tabu, das unerklärliche. Das Thema zum Mundhalten.
Ich habe meinen Mund gehalten, denn ich wusste nicht WAS überhaupt falsch in meinem Leben war. Ich ahnte immer das etwas nicht richtig war, ich ahnte immer das der Alkohol nicht gut tut- folgen hat. Auch ahnte ich das die schmerzen die mir zugefügt wurden, nicht gerechtfertigt sind. Aber...ich wusste es nicht.
Meine Mutter lernte ich als eine Frau kennen, die häufig weg war. Irgendwann bekam ich mit, das sie was mit nem Nachbarn hatte. Sie kümmerte sich nicht allzu besonders um dinge die mich betrafen. Sei es die Schule oder mein Verhalten: ihr war eigendlich alles egal.
Bei meinem Bruder war das anders. Er war etwas Älter und machte wohl mehr probleme wie ich. Er war schlau, denn er wehrte sich gegen den Vater. Mein Bruder kam früh in ein Kinderheim.
Und ich "vergass" ihn fast.
Mein Vater war das. Das...was soll ich sagen, wie soll ich es benennen? Er war der Herrscher von uns, der der trank, uns schlug und sich an uns verging. Er ist der, der es nicht verdient Vater zu sein, der es nicht verdient gar einen Namen zu haben.
Er hat Menschen geschadet, bewusst geschadet. Er ist der...der viele spuren in mir hinterlassen hat.
Ich bin nun 32- seit 5 jahren habe ich eine Hp ins WWW. Der, der öfters mal reinschaut´wird sicherlich schon mal festgestellt haben, das sich hier auf meinen Seiten manchmal etwas verändert. Ich brauche diese Veränderungen. Veränderungen gibt es immer, sei es im alltäglichen, im unbewussten oder bewussten leben/ zustand....ich muss veränderungen aber sehen können. Sonst verändert sich nichts.
Angefangen hat ich damals mit Teddybildern, Gedichten und Engelsbildern auf diesen Seiten....oh..dann gab es mal ein schönes Sonnenblumen- Hintergrundbild und allerlei Farbwechsel. Seit längerem klebe an dieser schwarzen Farbe nun schon fest. Seltsamm eigendlich...denn ich finde diese Themen hier haben es gar nicht nötig oder gar verdient im dunkeln gehalten zu werden. Es es wohl eine sache der Vertrautheit..die schwarze.
Für alle die, die meinen schon mal hiergewesen zu sein- es aber nicht mehr so genau wissen...das "alte Gästebuch" ist noch da....es ist zu schade es einfach nicht zu erwähnen, es zu ignorieren...es gar zu löschen...
Ich empfinde das Gästebuch als sehr wertvoll...vieles geschriebenes, Mutmachungen..lese ich mir noch recht häufig durch. Manchmal erkenne ich auch erst heute den Sinn von manchen Einträgen.
Es passiert Überall!
Überall, bei ihren Nachbarn vielleicht, oder in Ihrer nächstmöglichsten Kindertagesstätte, in der Kirche oder gar in Ihrem Verwandtenkreis.
Sicher wollen Sie das nun nicht hören.
Sicher wollen Sie es gar nicht sehen, nicht wissen.
Weil Sie hilflos sind?
Weil Sie nicht wissen was sie ändern, wie Sie helfen können?
Klicken Sie hier, um Anlaufstellen in Ihrer Nähe zu finden.
Viel mehr Leid, mit langjährigen, meist lebenslänglichen folgen erleiden die Opfer.
Opfer sind Kinder, jeden alters, ob Junge oder Mädchen. Ob gesund oder Behindert. Ob in sozialschwachen oder in gut situierten verhältnissen aufgewachsen.
Kinder werden Missbraucht. Von Erwachsenen Menschen.
Klicken Sie hier um etwas Machtverhältnisse zwischen Opfern und Tätern zu erfahren.
Erfahren Sie hier, warum Kinder schweigen.
Bedenken Sie beim verlassen dieser Homepage:
Wer nicht hinsieht, kann auch nicht helfen.
Wer nicht hilft, macht sich zum Mittäter.
Seien Sie Mensch und sagen Sie sich:
Ich habe was gegen Kindesmissbrauch!
Das Ende...
Was ist es- das Ende?
Ist es das, was man nie erfahren hat,
nie erfahren wird?
Ist es ein Ende,
das man umso älter man wird
sich immer noch die gleichen fragen wie damals stellt?
Ist es das Ende,
wenn man sagen kann:
es ist lange Zeit her?
wenn man glaubt an Erfahrungen genug gemacht zu haben..?
oder vielleicht wenn man nach einem langen Kampf glaubt etwas gewonnen zu haben-
und innerlich spürt,
doch mehr verloren zu haben..?
Ist es das Ende-
wenn man alleine und einsam ist?
wenn man sich selbst nicht mehr versteht?
Ein Ende...
Ein Ende von sichselbst,
von der einsamkeit,
von den Gottverdammten Ignoranten aussenrum,
das Ende einer Trauer,
von etwas das man nie hatte,
von vielen wünschen,
von hoffnungen.
Ist es das Ende
wenn man sich nicht mehr spürt,
wenn man nicht mehr weinen kann,
wenn man nicht lachen kann?
Ist es das Ende, wenn man sich selbst nicht mehr wiederfindet?
wenn man sich verloren hat.
sich aufgegeben hat.
Ist das- das Ende?